Swags verrücktes Tagebuch
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Don´t look for a Soulmate. Look for a Soul, Mate!


Hallo ihr Lieben Follower

Mir ist bewusst, dass ich mich seit einiger Zeit nicht mehr zu Wort gemeldet habe. Dies liegt in erster Linie natürlich nicht an meinen neuen, amerikanischen Girlie-Freundinnen und durchgefeierten Halloweennächten mit viel Wein ^^

Nein. Auch wenn ich mich zugegebenermaßen auch viel damit beschäftige, habe ich doch die vergangenen Tage eher dafür genutzt, mich ein wenig mit mir selbst und mit meiner Situation auseinander zu setzen. Es ist überraschend, wie schlecht wir 90s-Kids mit uns selbst allein sein können. Gerade in Zeiten von WhatsApp und Facebook scheinen wir nie wirklich allein zu sein. Aber wenn man sich tatsächlich einmal ein paar Momente nur für sich nimmt, so kann das Balsam für die Seele sein. Für die Seele eines Menschen, den wir gar nicht so gut kennen wie wir glauben.

Nun gut, die entscheidende Frage für mich war: "Where do you go, when your house isn´t home?" Was reimt sich auf Home ? - Richtig. Rome. Also hin dort. Ich wusste, dass ich eines Tages aufwachen würde. Ich würde aufwachen und es würde mir gut gehen. Es würde nicht Morgen sein und auch nicht nächste Woche. Aber es würde passieren. Irgendwann. 

Denkt über amerikanische Mädchen was ihr wollt. Sie mögen laut sein, aussehen wie Barbies und viel zu viel Alkohol konsumieren, aber meiner Erfahrung nach finden sie manchmal einfach die richtigen Worte: " If it´s destroying you, it isn´t love, my dear. Let´s have another drink." 

Eine Sache, die mein ehemaliger Partner wohl schon vor mir begriffen hatte und sich deshalb für die einzig richtige Option entschied...Manchmal sind auch die tiefsten Gefühle nicht stark genug, um die Last der Umstände zu tragen. Das nennt man dann wohl: "unüberbrückbare Differenzen" 

Und so ist es mit der Liebe, schätze ich...

Man verzeiht. Man verzeiht, obwohl es nicht einmal eine Entschuldigung gab.

& dann liegt es an uns etwas aus der neuen Situation zu machen. 

" Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade drauß!" und das ist genau das, was ich getan habe. 

Nach einiger Zeit mit mir selbst, fragte ich mich, warum ich eigentlich traurig bin ? Ich hatte zwar jemanden verloren, den ich liebe...aber um ehrlich zu sein, tut es mir für ihn doch weitaus mehr leid, da er immerhin jemanden verloren hat, der ihn liebte und das ist wohl ein weitaus größerer Verlust.

Wenn ihr mich fragt, dann habt niemals Angst davor jemanden gehen zu lassen, der nicht die gleichen Gefühle für euch hat.  Jeder hat aufrichtige Gefühle und eine ernsthafte Beziehung verdient...und bis es soweit ist, lasst los! Jeder wird eines Tages den oder die Richtige finden und bis es soweit ist, geht es darum sich selbst zu finden... und zu lieben.

 

Ich weiß, ich weiß,....das habt ihr jetzt nicht erwartet was? Ich ehrlich gesagt auch nicht und um die Stimmung ein bisschen zu lockern, werde ich euch jetzt von dem Erdbeben erzählen

Insgesamt ereigneten sich in der letzten Woche 3 Erdbeben in Rom. Das erste habe ich nicht mitbekommen, da es meinen Stadtteil nicht erschüttert hat. Zugegeben...es hat mich ein wenig traurig gestimmt. Immerhin erlebt man so ein Erdbeeben auch nicht alle Tage...als ich dann an meinem Schreibtisch saß und mir selbst vormachte, dass ich meine Italienisch-Hausaufgaben erledige, bewegte sich auf einmal alles um mich herum. Zu erst dachte ich, es wäre mein Kreislauf, aber nachdem sich meine gesamte Gastfamilie im Wohnzimmer versammelt hatte und fassungslos auf das fast schon tanzende Mobiliar starrte, wusste ich, dass es sich um ein Nachbeben handeln musste.

Insgesamt war es für mich keine negative Erfahrung. Niemand kam zu Schaden, die Erschütterung hatte sich in Grenzen gehalten und nach ca. 10 Sekunden war alles auch schon wieder vorbei.

Da der 01. 11 in Rom ein Feiertag ist und die meisten Schulen den Montag als Brückentag deklarierten, beschloß meine Gastfamilie das Wochenende am Meer in ihrem kleinen Strandhaus zu verbringen. Ich hatte also 2 Tage völliger Freiheit vor mir. Genauso ging es vielen meiner Au Pair Freunde. Deshalb hieß es Musik aufdrehen, aufbrezeln und auf in eine feuchtfröhliche Nacht. Scließlich war es nicht nötig beim nach hause kommen leise zu sein und auch das morgendliche Kindergeschrei würde einen nicht am ausschlafen hindern. So verbrachte ich den Samstag Abend in mehrern Cocktail-Bars und endete in einem Club mit dem passenden Namen " The Drunken Ship". Nach einer Menge Drinks und guter Musik kam ich schlißelich um 3:00 Uhr morgens zu hause an und fiel zufrieden in mein Bett.

Pünktlich um 7:42 Uhr wurde ich wach. Sovel zum Thema ausschlafen. Mein Bett bebte, die Lampen wackelten und mein Tisch wanderte von einer Seite des Raumes zur anderen. Scheiße Sophie, dachte ich. So viel zum Thema " halb besoffen ist rausgeschmissenes Geld". Ich warf also den Anker aber es half nichts. Immernoch wackelte alles. Nachdem sich nach einer halben Minute immernoch alles bewegte, wurde mir klar, dass es sich wohl um ein weiteres Erdbeben handeln musste.

Eins kann ich euch sagen,...man fühlt sich bei so einer Sache extrem hilflos. Natürlich kann man sich in einen Türrahmen stellen. Aber auch das vermittelt einem nicht wirklich ein Gefühl von Sicherheit. Bleibt man im Haus, stürzt es eventuell über einem zusammen. rennt man hinaus, stürzen auch überall Sachen zusammen. Es bleibt also eher die Frage, ob man nur vom eigenen Haus zerquetscht werden will oder ob es ein Nachbarschafts-Gemeinschaftsprojekt wird.

Im großen und ganzen dauerte alles ca. 1,5 Minuten, die mir übrigens vorkamen wie 2 Stunden. Aber es geht mir gut und das ist die Hauptsache

 

3.11.16 17:54
 
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